Biographisches

Ruth Bader

Kölsche Jonge

Das Buch basiert auf den Kindheits- und Jugenderinnerungen ihres Vaters Adi und Onkels Menasche sowie Briefen der Familie aus den entscheidenden Jahren. Es vermittelt ein eindrucksvolles Bild der zerrissenen Kindheit und Jugend zweier Kölner Jungen.

www.koelschejonge.de

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Ruth Bader / Edith Devries

Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da

Edith Devries überlebte als Kind mit ihren Eltern Theresienstadt. Anders als die meisten Überlebenden entschied sich die Familie nach der Befreiung, an ihren deutschen Heimatort zurückzukehren.

Seit mehr als dreißig Jahren hält Devries als Zeitzeugin Vorträge über ihre Kindheit und bemüht sich, ihre Botschaft von Toleranz und Nächstenliebe an künftige Generationen weiterzugeben.

Aus der Perspektive kindlicher und jugendlicher Erinnerungen vermittelt Devries in ihrem Buch einen Einblick in das wechselvolle Schicksal einer bis zum heutigen Tag eng mit ihrem Heimatort verbundenen deutsch-jüdischen Familie.

edithdevries.blogspot.com

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Maryanne Becker

Klänge aus dem Schneckenhaus

Cochlea-Implantat-Träger erzählen

Ca. 11.000 Menschen hierzulande tragen Cochlea-Implantate. Die elektronische Innenohrprothese, die vor 50 Jahren noch wie reine Utopie schien, lässt Ertaubte wieder hören. Die meisten können wieder Sprache verstehen, viele sogar telefonieren. Doch bisher weiß man wenig Konkretes darüber, wie die Betroffenen Alltag und Beruf erleben. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. Die Autorin interviewte zehn Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die offen über ihr Leben mit Cochlea-Implantat berichten (Methode der narrativen Identität).

Die entstandenen Biografien überraschen und ermutigen in mehrfacher Hinsicht. Eine Hörschädigung schränkt das menschliche Grundbedürfnis nach Kommunikation ein. Doch nicht zwingend, so zeigt sich, muss eine solche Behinderung zum Dreh- und Angelpunkt des Lebens werden. Trotz ihrer Ertaubung ist es den hier vorgestellten Menschen gelungen, die Anforderungen an ihre soziale Rolle, an Studium und Beruf zu erfüllen. Allen Interviewten gemeinsam ist: Das Cochlea-Implantat hat ihre Lebensqualität entscheidend verbessert.

www.maryanne-becker.de

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Matthias Gerschwitz

Endlich mal was Positives

Offensiv & optimistisch. Mein Umgang mit HIV

In »Endlich mal was Positives« beschreibt Matthias Gerschwitz, der 1994 das positive HIV-Testergebnis erhielt, seinen Umgang mit der Infektion ohne Larmoyanz oder Betroffenheit, sondern optimistisch, informativ und manchmal auch etwas provokativ.

Das Buch wendet sich nicht nur an von der Krankheit Betroffene und ihr Umfeld, sondern insbesondere an alle diejenigen, die bislang keine Notwendigkeit sahen, sich mit der Infektion zu befassen oder befassen zu müssen – oder die immer noch glauben, sie wären sicher vor HIV. Eine trügerische Einstellung, denn es kann jeden treffen, egal, ob Mann oder Frau, ob homo-, bi- oder heterosexuell. Das Virus ist nicht wählerisch.

Mit »Endlich mal was Positives« legt Matthias Gerschwitz, der auch Botschafter des Welt-Aids-Tages ist, eine Chronik der besonderen Art vor: die Geschichte seiner HIV-Infektion und den offensiven und optimistischen Umgang damit. Er erzählt aus seinem Leben und lässt den Leser an seinen Gedanken und Meinungen teilhaben; so entsteht das Bild eines fröhlichen Menschen, der sich von ein paar Viren nicht unterkriegen lässt.

Matthias Gerschwitz wurde für »Endlich mal was Positives« mit dem Annemarie-Madison-Preis 2010 ausgezeichnet.

www.endlich-mal-was-positives.de

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Molle und Medaille

Von Schnaps, Likör und Bier handelt dieses Buch; von einem Ruderer und einem sensationellen Olympiasieg. Von einer Registrierkasse, einer Musikbox und von weit mehr als einhundert Jahren Tradition. Und natürlich von Menschen – denn ohne Menschen ist die schönste Kneipe nichts wert. Molle und Medaille – mit »Molle« bezeichnet der Berliner ein Glas Bier – ist einem Fixstern am Berliner Gastro-Himmel gewidmet: der Alt-Berliner Kneipe und bürgerlichen Speisegaststätte Wilhelm Hoeck 1892 im Herzen Charlottenburgs.

Bereits bei der ersten Einkehr erliegt der Gast schnell der Faszination einer vergangenen Zeit. Und auch der Stammgast lässt sich immer wieder begeistern. Denn »Hoeck« ist alt und antik, echt und authentisch, original und originell. Vertäfelte Wände aus dunklem Holz mit Spiegelflächen, rustikale, blank gescheuerte Tische, ehrwürdige Schnapsfässer und Batterien von alten Flaschen. Ein »Etablissemang«, das die Auszeichnung »Zille sein Milljöh in Reinform« verdient. Denn Heinrich Zille kommt natürlich auch drin vor, in den Geschichten rund um Wilhelm Hoeck 1892, die hier zusammengestellt ein schönes Stück Alt-Berlin – und die Erinnerung an einen (beinahe) vergessenen Sportler, den Ruderer Horst Hoeck – wieder auferstehen lassen.

www.berliner-geschichten.com

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Das Haus in der Kaiserstraße

Auf Zeitreise in Solingen-Wald

So wie die erste Liebe oder das erste Auto bleibt auch das erste Zuhause in besonderer Erinnerung. Matthias Gerschwitz hat in liebevoller Kleinarbeit die Geschichte des Hauses, in dem er aufwuchs, zusammengetragen: von der Erbauung 1831 unter Franz Ludwig Schimmelbusch über die Paula Gottfried-Stiftung bis heute, von der ersten Registrierung als Gebäude Nummer 418 an der »gemein Straß nach Hilden« bis zur heutigen Adresse Stresemannstraße 38/40.

Das Haus, das von 1889 bis 1922 in der Kaiserstraße stand, ist eng mit der industriellen, kulturellen und kirchlichen Geschichte des Solinger Stadtteils Wald verbunden.

www.berliner-geschichten.com

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Cornelia Oehlert

Wurzeln für Lisa

»Kinder gibt man nicht weg«, lautet das kategorische Urteil der meisten Menschen, wenn sie erfahren, dass eine Mutter ihr Kind zur Adoption freigegeben hat. Was sie nicht hinterfragen, ist die Geschichte dazu. Oft genug können Mütter darüber gar nicht selbst befinden, denn ›besorgte‹ Familienangehörige nehmen ihnen diese Entscheidung ab.

Lisa wurde vor neununddreißig Jahren von ihrer Mutter Claudia zur Adoption freigegeben und erst zweiunddreißig Jahre später wiedergefunden. Selbst Jahre danach kann sich Lisa nicht entschließen, ihre leibliche Mutter zu treffen. Deshalb schreibt ihr Claudia einen Brief, in dem sie ihr die ganze Geschichte erzählt. Und so erfährt nicht nur Lisa, welche schockierenden Lebensumstände zu ihrer Adoption geführt haben.

www.cornelia-oehlert.de
www.adoption-herkunftsmutter.de

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Claire Elisabeth Jeanne Remusat

Napoleon I. und sein Hof

Erster Band

Memoiren der Gräfin Remusat

Über ihre Erlebnisse am napoleonischen Hof zwischen 1802 und 1814 führte Madame de Remusat ein ausführliches Tagebuch. Die Original-Aufzeichnungen wurden vernichtet, aber von der Autorin später aus der Erinnerung erneut verfasst. Leider blieben ihre Memoiren unvollendet, da sie frühzeitig verstarb. Ihr Werk gibt aber dennoch höchst interessante Einblicke in das Geschehen am Hofe Napoleons zwischen 1802 und 1808.

Ihr Enkel Paul de Remusat (1831–1897) veröffentlichte die Memoiren in den Jahren 1879 und 1880 in drei Bänden. Die deutsche Original-Ausgabe stammt von Adolf Ebeling

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Beate Schaefer

Weiße Nelken für Elise

Die Liebe meiner Großeltern zwischen Wehrmachtsbordell und KZ

Elise und Walter. Ein Liebespaar. Ein Elternpaar. Kein Ehepaar, und ohne bürgerliche Moral. Für die Nationalsozialisten waren die Prostituierte und ihr Zuhälter „Asoziale“, „unwertes Leben“, das es zu vernichten galt. Meine Großmutter Elise wurde zur Arbeit in einem Straßburger Wehrmachtsbordell gezwungen, mein Großvater Walter ins KZ-Dachau gebracht und 1942 in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet. Während der NS-Staat im Krieg zum größten Zuhälter wurde, brachte er meinen Großvater für dieselbe Betätigung um.

Das Schweigen meiner Eltern war das große Schweigen der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Leute wie Walter, so die Überzeugung, seien völlig zu Recht im KZ gewesen, denn es waren ja „schlechte Menschen“, deren Nachkommen sich für sie schämen mussten. Im Zuge meiner Recherchen wurde mir klar, dass diese von den Nazis verfolgten „Asozialen“ zehntausende gewesen waren. Sie wurden nach dem Krieg von den „unwürdigen“ zu den vergessenen Opfern.

Die Originalversion von „Weiße Nelken für Elise“ erschien 2013 im Verlag Herder, Freiburg. Für die vorliegende Taschenbuchausgabe wurde der Text von der Autorin überarbeitet und durch ein Nachwort des renommierten Publizisten Erik-Michael Bader ergänzt.

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Mark Scheppert

Alles ganz simpel

Mein Opa ist ein »Geschichtsbuch auf zwei Beinen«, denn er hat fast ein komplettes deutsches Jahrhundert hautnah erlebt.

Eine Kindheit und Jugend in Breslau (Schlesien) während der Weimarer Republik und in Hitlers Reich. Einen mörderischen Weltkrieg und die Kriegsgefangenschaft. Die Gründung und den Aufbau der DDR mit Jobs als Telegrafenarbeiter in Lübben, Dachdecker in Osternienburg, Hilfsschlosser und Technischer Zeichner in den Buna-Werken. Ein Sportstudium an der DHfK in Leipzig und den Berufsstart als Reporter der Friedensfahrt für das Deutsche Sportecho. Den 17. Juni und den Mauerbau. Die Zeit als Verlagsdirektor des Sportverlages in Berlin mit Teilnahmen an Olympischen Spielen und Buchmessen. Den Niedergang der DDR, den Mauerfall und den linken Neubeginn in der Bundesrepublik Deutschland.

Das wollte ich unbedingt aufbewahren und teilen.

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Gerd Scherm

Die dunkle Mühle
Die Sage der Familie Gollwitzer

Dokumentarischer Episoden-Roman

Ich finde es sehr spannend, wenn Autoren in den eigenen Familiengeschichten fündig werden. Zur Spannung kommt die historische Echtheit, die das so glaubwürdig macht.

Friederike Gollwitzer findet in einem alten Karton die Lebensaufzeichnungen ihres 1868 geborenen Großvaters, geschrieben auf gebrauchten Briefumschlägen und altem Packpapier.

Die Spur der Ahnen führt sie in ein dunkles Tal in der Oberpfalz, auf die kargen Höhen des Böhmerwaldes und an die Küste des Eriesees nach Ohio. Sie entdeckt Familien-Tabus wie einen verdrängten Nobelpreisträger ebenso wie den aufrechten Gang im Dritten Reich.

Was als private Ahnenforschung begann, entwickelt sich in einzelnen Episoden zu einem lebendigen Bild von hundert Jahren Geschichte.

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Tanja Stramiello

Willkommen in Absurdistan!

Tagebuch einer Arbeitslosen

Arbeitslos und Spaß dabei? Wohl kaum! Dass dieses Klischee sich nicht erfüllt musste die Autorin des Buches gleich zu Beginn ihrer 1,5 Jahre andauernden Arbeitslosigkeit am eigenen Leibe erfahren.

Die Erlebnisse dieser Zeit der Erwerbslosigkeit verarbeitete sie in Form des vorliegenden Tagebuches nicht ohne zynisches Augenzwinkern. Erfolgreich schlug sich die Autorin durch den Paragraphendschungel der Behörden. Zudem stolperte die Autorin über allerhand merkwürdige Alltagssituationen des ganz normalen Lebens und des aktuellen Zeitgeschehens.

Kein Wunder, dass sie sich recht schnell in ein fernes Land versetzt fühlte. Ein Land, in dem Absurdes normal und alltäglich ist: Absurdistan, das Land des ganz normalen Wahnsinns.

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